Lesen ist wundervoll.
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Unser Abenteuer begann im Sommerurlaub 2004 bei einigen Gspritzten im Schanigarten. Und worüber wird gesprochen, wenn ein Verlagsmitarbeiter, eine Literaturkritikerin im Hamburger Exil und ein Vertreter einer großen Auslieferung an einem Tisch sitzen?  Natürlich über den Buchandel im Allgemeinen und im Besonderen. Das Besondere in dem Fall war die Botschaft: „Der Stropek hat zugesperrt“. Den Stropek kannten wir, unsere Wien-Urlaube verbrachten wir seit einigen Jahren im 18. Bezirk. Und nach ein paar Spritzern mehr war um Mitternacht  klar: Der Stropek ist unser.

Am nächsten Tag in den frühen Morgenstunden Lokalaugenschein auf der Währinger Straße. Ein  Schild verkündete, dass die Buchhandlung ab jetzt geschlossen sei und man sich für die langjährige Treue bedanke. Nun hatten wir ja Urlaub, und so verbrachten wir den Nachmittag statt im Bad im Internet, gelangten an eine Telefonnummer und dann ging es los. Wir hatten lediglich die Quadratmeteranzahl und die Mietforderung, aber das schreckt einen Controller nicht ab. Er rechnete  schnell, was man würde umsetzen müsste um laufende Kosten zu begleichen und zahlreiche Buchhändler-Freunde meinten, dass das an diesem Standort durchaus realistisch war.
Wochen später wurde unser Gebot angenommen und danach war nichts mehr wir zuvor. Nun galt es, ein Konzept zu entwerfen, eine Bank für die Finanzierung zu finden, zu kündigen, Mietverträge nachzubessern, Geld von Freunden zu leihen.
Zwei Wochen renovierten wir mit Freunden, bestellten nachts Bücher, suchten einen Kindergartenplatz für unsere Tochter, rannten zwischen Gründerservice, Wirtschaftskammer und Hauptverband hin und her und eröffneten schließlich am 5. November 2004  pünktlich um neun Uhr die Buchhandlung Hartliebs Bücher. Der Teppichkleber war noch feucht. Was wir damals noch nicht wussten: dass der Aufenthalt im Gästezimmer unserer Freunde ein halbes Jahr dauern würde, dass man über einige Zeit auch wirklich rund um die Uhr arbeiten kann und wie viele real verkaufte Bücher der kalkulierte Umsatz wirklich bedeutet. Nun, nach dreizehn Jahren kann man sagen: es war keine Schnapsidee und wir haben unseren Traum verwirklicht.

Oliver & Petra Hartlieb

und unsere ganze Geschichte als Roman: