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Eine aussterbende Spezies?

Michael Angele ist stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung der Freitag und gehörte zur Doppelspitze der ersten Internetzeitung, Netzzeitung.

Schon vor zwei Jahren, 2016, erschien im Galiani Verlag sein kleines Büchlein mit dem Titel, Der letzte Zeitungsleser, das mir beim Aus-und Umräumen der Porzellangasse (wegen Baustelle) vor zwei Wochen in die Hände fiel.

Der letzte Zeitungsleser ist eine Hommage, ein Abgesang für eine aussterbende Spezies. Ausgehend von Thomas Bernhard, der – so beschrieben in Wittgensteins Neffe – einmal um eine Kritik in der NZZ lesen zu können 350 Kilometer gefahren sein soll um die aktuelle Ausgabe der Zeitung zu kaufen, beschreibt Angele die Sucht, Zeitungen zu kaufen, zu lesen und zu sammeln. Was hat, oder besser hatte – heute geht man bekanntlich eher ins Netz – es mit dieser Sucht auf sich? Was sind, oder waren, diese manisches Zeitungsleser für Menschen? In Anekdoten aus dem eigenen Leben, von Freunde, bekannten oder öffentlichen Personen, macht sich Angele auf die Suche

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. Wunderbar, wie er beschreibt, welche Bedeutung es z.B. hat, sich im Urlaub eine Zeitung zu kaufen, die, selbst wenn sie vom Vortag ist und auch wenn man nur einen einzigen Artikel daraus liest, einen magischen Besitz bedeutet, einen Fetisch, den man vom Hotel an den Strand trägt, mit ins Café nimmt und abends wieder zurück ins Hotel.

Da ich selbst ja eher altmodisch, analog und auch temporärer Zeitungsleser bin, hat mir das Buch sehr aus der Seele gesprochen. Am Land, in der Datsche, liegen Zeitungen bei uns bisweilen mehrere Wochen, Monate und liest man sie dann nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren ist das, als würde man zu einer seltsamen Zeitreise eingeladen: im Feuilleton Bücher, die fast schon vergriffen sind, Theaterstücke, die längst nicht mehr gespielt werden und in der Politik ist es oft dann doch ganz anders gekommen….

Wie viele andere Bücher des Galiani Verlages ist auch dieser Band wunderschön gestaltet, vom Zeitungsanmutenden Cover bis zum Satzspiegel, der genau der Breite einer Spalte in der FAZ entspricht.

Und weil ich gerade schon bei Zeitung und Entdeckung bin, sei hingewiesen auf den schon 2007 bei Zsolnay erschienenen Titel: Nase für Neuigkeiten, in dem Hans Zischler und Sara Danius den Zusammenhang der vermischen Nachrichten in Polaner Tageszeitungen um 1904 mit James Joyce Ulysses erklären.

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