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Wo ist Basel?

Einladung des Schweizer Buchhändler und Verlegerverbands in die Schweiz, mitten im Sommer, nach Basel, ich weiß nicht so recht. Wo ist das überhaupt und wie kommt man da hin? Na gut, es gibt einen Direktflug mit Austrian Airlines – ich sage zu.
Zwei Tage, in denen fünfzehn Buchhändlerinnen, ja es waren auch zwei Männer dabei, das Programm von sechsundzwanzig Schweizer Verlagen vorgestellt bekommen. Ja, Sie haben richtig gelesen, sechsundzwanzig. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Buchhändlerinnen– Bregenz, Singen, Stuttgart, Berlin, Erfurt, Mannheim, Klagenfurt, Weil am Rhein – große und kleine Buchhandlungen, sogar ein Kollege von Thalia hat sich hierher verirrt, ein Buchverrückter, der die Reise selbstverständlich in seinem Urlaub antritt.
Und dann sitzen wir alle in einem wunderschönen Saal der Schweizer Lesegesellschaft mit Blick auf den Rhein und hören uns im Halbstundentakt das Programm der Schweizer Verlage an.

Von der One-woman-show bis zum großen Diogenes Verlag, Bücher über BWL, politische Flugschriften, der kleine Eisbär und der kleine Regenbogenfisch feiern Geburtstag, bis hin zu Faksimile Bücher um mehrere tausend Euro pro Exemplar.
Der Nimbus Verlag  lies den Gehülfen von Robert Walser auftreten, der Verleger von Atlantis  (ein sehr großer, älterer Herr knapp vor dem Ruhestand) präsentierte uns via Powerpoint-Präsentation mit glänzenden Augen ein Bilderbuch nach dem anderen, der Verleger von Nagel & Kimche spielte uns auf dem Alphorn vor und der italienische Koch Claudio Del Principe  hatte frisch gebackenes Brot und die beste Focaccia, die ich je gegessen habe, mitgebracht. Zum Glück gab´s W-LAN im Tagungsraum und ich konnte mir auf seiner Internetseite schon mal Ideen holen, für unsere Essenseinladung nächste Woche.
Unsere Läden zuhause sind gut bestückt, alle VertreterInnen wurden empfangen, alles Wichtige eingekauft, der Bücherherbst kann kommen. Wir brauchen nichts mehr. Doch dann sitzen wir hier vor diesen enthusiastischen Verlagsleuten und jeder von uns fragt sich: Hab ich das eingekauft? Warum hab ich das nicht gesehen? Mein Gott, wann kann ich das alles lesen? Hätte ich KundInnen für dieses geile Architekturbuch oder landet es dann doch wieder bei meinem Mann unter dem Weihnachtsbaum?
Solche Tage sind es, die einem dann wieder einmal ganz klar vor Augen führen, warum wir in dieser Branche arbeiten. Dass wir alle zwar irgendwie Geld verdienen wollen, dass aber das Wichtige dabei ist, dass wir dieses Geld nicht mit irgendwas verdienen wollen, sondern mit Büchern. Mit Geschichten, die in schöne Bücher verpackt sind. Die perfekt gestaltet sind, gut geschrieben und wenn es geht, dann bitte auch noch mit guten Konditionen geliefert werden. Von mir aus auch aus der Schweiz.
Eines haben sie geschafft, die Schweizer: Dass man in Zukunft die Vorschauen der Verlage nicht mehr einfach wegblättern wird, denn nun gibt es zu jedem der sechsundzwanzig Programme, eine Person, die dir im Gedächtnis haften bleibt.
Und das liegt natürlich daran, dass wir Buchhändlerinnen unendlich verwöhnt wurden. Wir sind das ja nicht so richtig gewohnt. Richtiger Kaffee aus einer echten Jura-Kaffeemaschine und ein tolles Hotel – (in dessen weltoffener Lobby ich seit Stunden sitze und schreibe, obwohl ich längst ausgecheckt habe) eine Mitarbeiterin des Schweizer Buchhändler- und Verleger Verbandes, die nicht nur alles mitorganisiert hat, sondern auch noch die ganze Zeit selbstgebackenen Kuchen bereitgestellt hat (weil sie zufällig gerade ein italienisches Kochbuch geschrieben hat – La grande cucina vegetariana) und mir in der Mittagspause das Rezept für den Schokoladekuchen auf einen Zettel geschrieben hat, das alles und noch viel mehr, lässt einen wieder ganz sicher sein. Wir haben den besten Beruf der Welt.
Nur warum ich am Sonntagvormittag ganz allein Rheinschwimmen war, das hab ich nicht verstanden. In meinem wasserdichten „Rhysack“ hatte ich schließlich auch ein Buch mit

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