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widerständige Frauenleben

Der Titel des neuen Buches der französischen Comiczeichnerin Pénélope Bagieu ist Programm, denn in „Unerschrocken“ portraitiert sie fünfzehn widerständige Frauenleben und schafft neben unterhaltsamer Lektüre auch ein kleines Schatzkästchen an neuer Herstory.
Und wenn uns wieder einmal der Mut sinken sollte beim Ankämpfen gegen- oder Ärgern über alltägliche Misogynie, so kann man sich getrost Bagieus Band zur Hand nehmen und bei der hochdosierten portraitierten Frauenpower neue Kraft schöpfen.
Bagieu interessiert sich in „Unerschrocken“ allerdings nicht nur für berühmte weibliche Vorbilder, auch unbekannte Frauenleben finden in ihrer literarischen Verneigung vor mutigen weiblichen Lebensläufen ihren Platz.
Die Minibiographien, die jeweils auf nur ein paar Seiten bunt und mit expressivem Strich pointiert dargestellt werden, erzählen von Freiheit und Selbstbestimmung der Frau . Manchmal finden diese Befreiungsschläge an den großen Schauplätzen der Geschichte statt, manchmal im kleinen familiären Rahmen und das quer durch die Epochen und Kulturkreise.
Pénélope Bagieu ist keine Unbekannte in der Comicszene, manche Leserin wird sich bestimmt noch an ihre Arbeiten beim renommierten Carlsen Verlag in den letzten Jahren erinnern. Dort hatte sie bereits drei sehr empfehlenswerte Graphic Novels vorgelegt, unter anderem „California Dreamin“, eine Comicbiographie über Cass Eliot von „The Mamas  and the Papas“
. In ihrer Heimat Frankreich wurde eine ihrer Arbeiten sogar auf die Leinwand gebracht.
Begonnen hat die Künstlerin Pénélope Bagieu ihre Karriere mit einem Blog – wer einen Eindruck haben möchte, kann unter: http://www.penelope-jolicoeur.com/ in ihr Universum eintauchen und ihre Entwicklung bis hin zum soben auf Deutsch erschienen „Unerschrocken“ verfolgen.
An dieser Stelle bleibt noch zu sagen: Kaufen Sie dieses Buch, verschenken Sie dieses Buch! Und zwar an alle mutigen Menschen, die sich nicht mit einem „das war immer so, das ist halt so, das wird immer so bleiben“ zufrieden geben wollen.

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