Lesen ist wundervoll.

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hier zum Vergnügen??

Nicht, dass man denkt, ich mach das hier zum Vergnügen. Vietnam, Kambodscha, allein der Flug vierzehn Stunden und diese Hitze und Mücken gibt es auch und die Abgase in Saigon – der Hammer.
Nein, ich musste diese Reise machen, denn ich will im nächsten Jahr ein neues Buch von Frau K. Und die hatte die Idee für eine Geschichte und für diese Idee braucht man ein exotisches Land und einen Dschungel und deswegen hat sie sich eingebildet, sie muss nach Kambodscha. In Vietnam war sie schon, damals in diesem anderen Leben, vor den Kindern, Südamerika ist blöd für eine alleinreisende Frauen, demnach logisch – Kambodscha.
Als sie mir von dieser Idee das erste Mal erzählt hat, wollte ich sofort das noch nicht geschriebene Buch lesen und gleichzeitig dachte ich: „Du fährst niemals allein nach Kambodscha.“ Also nicht, dass ich ihr das nicht zutraue, ich meine, Frau K. ist tough und stark und könnte überall alleine hinreisen. Aber so richtig überrascht war ich nicht, als sie mich zwei Wochen später endlich gefragt hat: „Schatzi, fährst mit mir nach Kambodscha?“ Sicher fahr ich mit.
Frau K. und ich verreisen gern zusammen. Wir sind es gewöhnt in Ehebetten zu schlafen, wechseln uns beim Schnarchen gut ab und können ganz schön lange in Kaffeehäusern oder auf schönen Plätzen sitzen ohne zu reden.
Zugegeben, bis jetzt erstreckten sich die gemeinsamen Reisen auf einige österreichische Wellnesshotels, wo wir lesen durften, einmal waren wir zusammen auf einer Party in Berlin und ein paar Tage in Venedig, da hatten wir sogar getrennte Schlafzimmer.
Nun also Kambodscha.
Während ich im Weihnachtsgeschäft versinke, kümmert sich die K. um die Planung der Reise. Und zum Glück fällt ihr ein, dass es da eine Frau Ochsenhofer in einem burgenländischen Reisebüro gibt. Wie genau dieser Kontakt zustande kam weiß ich nicht, ich glaube, Frau Ochsenofer hat Drillinge und somit ein paar Mimi Kolumnen der K. gelesen. Und irgendwie in den Kontaktdaten von Frau K. eingespeichert. Die beiden buchten also Flüge, ich bezahlte den meinen, vergaß alles wieder und verkaufte gefühlte Tonnen von Büchern. Und irgendwann kam eine weitergeleitete Mail aus dem Reisebüro und eine vorsichtige Anfrage von Frau K., ob es ok wäre, die Reise komplett durch zu buchen. Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, also sagte ich ja. Obwohl? Sind wir jetzt alt? Wo bleibt das Abenteuer und der Rock´n Roll?
Vor vier Jahre war ich schon mal in Vietnam, mit einer anderen Freundin, weil mein Mann fährt lieber ins Weinviertel

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Mit Rucksack, Stefan-Loose-Reiseführer (die besten für Asien) und dem Plan, in drei Wochen vom Norden in den Süden zu reisen. Die Reise war wunderschön, aber so anstrengend, dass ich danach eigentlich zwei Wochen Urlaub gebraucht hätte, wofür mein Mann und meine MitarbeiterInnen wenig Verständnis zeigten.
Nun reisen wir also wie Erwachsene: Ein ausgedruckter Plan, Tickets für Flugzeug und Schiff und wir wissen jeden Tag, wo wir übernachten und wie wir da hinkommen. Und dann gibt es noch ein Extra, das ich sicher abgelehnt hätte, hätte ich vorher darüber nachgedacht. Streckenweise haben wir nämlich einen Reiseführer, der uns stückweise begleitet und schaut, dass alles kappt. Hung ist achtunddreißig, sieht aus wie fünfundzwanzig, ist klein und drahtig und muss nie aufs Klo. Weil er auch nichts isst. Er will nur manchmal Pause machen um zu rauchen und das geht sehr schnell. Hung erzählt uns auf diesen stundenlangen Autofahrten so viel über das Land und seine BewohnerInnen, wie wir es niemals aus Büchern lesen könnten. Er weiß alles über Politik und Geschichte, er spricht über die Probleme des Massentourismus genauso, wie über ledige Mütter, Korruption und Umweltverschmutzung und das alles in einem sehr, sehr guten Deutsch, obwohl er noch nie in Europa war.
Und jetzt legen wir uns unter das Moskitonetz und gehen schlafen, denn morgen um 6:30 holt Hung uns ab und bringt uns über die Grenze. Dann verabschieden wir uns von ihm, hoffen, dass er uns wenigsten ein bisschen nett gefunden hat und würden ihn gerne nach Wien einladen. Aber wahrscheinlich würde er einen Kulturschock bekommen und die Kälte in Österreich findet er sehr „gefährlich“, wie er uns lachend erzählt hat. Ach ja, ich durfte die ersten Seiten des Romans lesen. Man kann sich freuen.

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