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Frauen im Krieg


Was es heißt, im Jahr 2023 Ukrainerin zu sein.

 

Mit Sofia Andruchowytsch und Tanja Maljartschuk

Moderation: Markus Müller-Schinwald

Musik: Bohdan Shutka, Bandurist

 

Dienstag, 28. März 2023

19.30 Uhr

Porzellangasse 36, 1090 Wien

Anmeldung unter: anmeldung@hartliebs.at


Wie schaffen es die Frauen in der Ukraine, die schwere Last des Krieges zu schultern? Was macht es mit ihnen, wenn das Existenzrecht des eigenen Landes von heute auf morgen infrage gestellt wird? Und wie gehen sie um mit all dem Schmerz, der Wut und der Sprachlosigkeit, die der Krieg tagtäglich auf brutalste Weise verursacht? Die ukrainischen Autorinnen Sophia Andruchowytsch und Tanja Maljartschuk suchen und finden bei „YOUR PLACE TO READ – die Leipziger Buchmesse on Tour“ Worte für das Unaussprechliche. Musikalisch begleitet werden sie von Bohdan Shutka, einem jungen ukrainischen Banduraspieler.

 

Tanja Maljartschuk: geboren 1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine. Sie schloss an der dortigen Prykarpattia National Universität ein Philologiestudium ab, arbeitete einige Jahre als Journalistin bei den verschiedensten Fernsehsendern in Kiew. Seit 2011 lebt sie in Wien, 2009 erschien ihr erster Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“. Zuletzt erschienen: „Biografie eines zufälligen Wunders“ (2013). Tanja Maljartschuk (UA) ist die Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises. Die Preisverleihung fand am Sonntag im Rahmen der 42. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt.

© Michael Schwarz

Sofia Andruchowytsch: geboren 1982 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine. Sie lebt in Kiew als Schriftstellerin, Übersetzerin und Essayistin. Sie ist die Tochter des Autors Jurij Andruchowytsch und hat seit 2002 mehrere Prosabände veröffentlicht. 2014 gelang ihr der literarische Durchbruch mit dem Roman „Der Papierjunge“, der in mehrere Sprachen übersetzt sowie verfilmt wurde und 2016 im Residenz Verlag erschienen ist. Ihre große Roman-Trilogie „Amadoka“ erschien 2020 in der Ukraine und löste heftige Diskussionen über die Rolle der Ukraine während des Nationalsozialismus sowie über die Krim-Annexion von 2014 aus.

© Valentyn Kuzan

Musik: Bohdan Shutka, Bandurist: geboren am 1. Mai 1995 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine. Musik und Folklore seiner Heimatregion prägt ihn künstlerisch bis heute. Als seine Familie 2003 in die Vereinigten Staaten emigrierte, begann Musik eine verbindende Rolle zu seiner Heimat zu spielen. In Nordamerika lernte Bohdan die in der Ukraine zum Teil vergessene Kunst der Charkiwer Bandura kennen. Er lernte bei Victor Mishalow in Toronto, Valentyna Hnat in Buffalo sowie Julian Kytasty in New York. Außerdem hat sich Bohdan immer für Sprachen interessiert. So kam er 2011 dank dem Stipendium des deutschen Bundestages nach Hamburg. Dort setzte er sein Musikstudium fort. Später begann er mit Volodymyr Voyt und dessen Vater in Kyiv sowie mit Violetta Dutschak in Iwano-Frankiwks zu kooperieren. Seit 2014 lebt Bohdan in Wien, wo er Slawistik (2018) und Diplomatische Akademie (2020) absolvierte.

© Markus Morianz

Den Abend moderiert ORF-Journalist Markus Müller-Schinwald.

© Ö1-Hummel-Berger

 

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