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Alles über Beziehungen

Über Sex zu schreiben, ist schwierig
. Als Frau über Sex zu schreiben, noch viel schwieriger. Als Frau über männlichen Sex zu schreiben, quasi unmöglich. Doch die Knecht kann das. Sie kann das so gut, dass man den 50jährigen Viktor, der sich trotz Fixbeziehung durch viele Betten vögelt, geradezu vor sich sieht. Sein Leben besteht aus erfundenen Terminen, gelöschten SMS und falschen Versprechungen und lässt den/die LeserIn atemlos zurück . Was ist Treue? Was ist die perfekte Beziehung? Ist jedes Fremdgehen ein Betrug? In dem Buch gibt’s keine Antworten, aber die Fragen sind spannend genug.

2 Kommentare

    Hugo Gold sagt:

    Was die Knecht (in Österreich ist die Bezeichnung „die“ oder „der“ ein Ausdruck der Verehrung für große Künstler) mit Sprache macht, ist große Kunst. Bunt, ausdrucksvoll, witzig, keine Scheu vor Derbheit, wobei das Derbe immer passend ist und nie ins Vulgäre abgleitet.
    Dass dieses Buch vom hypersexuellen Viktor mit all seinen dramatischen Affären erzählt, steht eh in jeder Kritik. Aber es ist viel mehr, nämlich ein Roman der Angst vor dem Älterwerden, der Angst vor Krankheit und Verfall und der Angst vorm Alleinsein. Wie die Knecht die Gedanken des Protagonisten beim Arztbesuch formuliert, ist ein eindrucksvolles Beispiel für gute Recherche, kombiniert mit einer großen Erzählkunst.
    Ihre Kunst besteht auch darin, den Leser von Anfang an zu führen, von Anfang an in die Welt, die sie beschreibt, eindringen zu lassen. Knechts Sprache ist so klar und fesselnd, dass man keine 20 Seiten braucht, um zu wissen, wo man ist. Zehn Zeilen reichen durchaus. Für mich schon im März das Buch des Jahres

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