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Was haben Flaubert, Wyss, Zweig, Steinbeck und Bernhard gemeinsam?

Auf den ersten Blick einmal gar nichts!

Gustave Flauberts Alterswerk, Drei Geschichten, sind nach Madame Bovary der Höhepunkt in Flauberts Schaffen. Drei verschiedene Figuren: ein ältliches Dienstmädchen, ein Heiliger und ein römischer Stadthalter, in deren Beschreibung der Autor seine Idee des Zusammenspiels von Inhalt und Stil zur Vollendung bringt. Und das Ganze brillant neu übersetzt von Elisabeth Edl.

Johann David Wyss war ein schweizer Pfarrer, der seine Familie als Personal einer Robinsonade auftreten lässt, die nach vielen Irrfahrten und Abenteuern eine Insel erreicht, auf der sie den idealen Inselstaat errichtet. Der Schweizerische Robinson verpackt die Ideale der Aufklärung in eine spannende Abenteuergeschichte, gilt bis heute als das in die meisten Sprachen übersetzte Buch aus der Schweiz und ist noch immer lesenswert.

Stefan Zweig behandelt in seinen berühmten historischen Porträts die großen Fragen der Freiheit und Gerechtigkeit. Neben dem Text zu Erasmus von Rotterdam (1934) enthält dieser Band auch den letzten, unvollendeten Essay des Autors über Montaigne (1942).

 

 

Steinbecks Logbuch des Lebens enthält ­neben Aufzeichnungen über die von den ­Gezeiten geprägte Fauna, Gedanken über mythische Meereswesen und eine Erinnerung an seinen Freund, den Freigeist Erd ­Ricketts. Das Buch ist eine Hymne auf das Leben und die Freundschaft.

 

Und schließlich Thomas Bernhard Watten: die Geschichte des totalen Rückzugs eines Arztes, der nach verhängtem Berufsverbot zunächst noch beim Kartenspielen, dem Watten, Zuflucht sucht, bis er sich nach dem Selbstmord einer seiner Mitspieler schließlich ganz in seine verwahrloste Baracke in der Umgebung einer Papierfabrik zurückzieht.

 

 

Was also haben diese fünf Bücher gemeinsam? Jedes einzelne von ihnen verdient es, erhalten zu bleiben, auch noch in Jahren gelesen und rezipiert zu werden. Oh, da gibt es vieles, werden Sie sagen, und ja, das stimmt. Bei diesen fünf Büchern jedoch hat der jeweilige Verlag alles dafür getan, dass man dies auch wirklich kann. In den hier vorgestellten Ausgaben sind sie nämlich genau so gemacht, dass auch unsere Enkel sie noch werden lesen können. Warum? Sie sind auf ordentliches Papier gedruckt, fadengeheftet und so solide gebunden, dass der Zahn der Zeit ihnen nicht viel wird anhaben können.

Zwei dieser Bücher sind Teil der Anderen Bibliothek. Seit über dreißig Jahren erscheint jeden Monat ein neuer Band in dieser Reihe, bis heute sind es dreihundertfünfundneunzig

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. Romane, Erzählungen, Essays, Reportagen, Briefe und, und, und. Was all diese Bücher gemeinsam haben, ist das herstellerische Prinzip: sie sind auf ausgesucht schönem Papier gut gedruckt, die Typografie entspricht dem Gegenstand des Inhalts, sie sind fadengeheftet und meist mit einem Schuber ver­sehen.

Thomas Bernhards Watten erscheint bei Suhrkamp in der neuen Reihe Letterpress, deren Motto lautet: Ein Buch muss sich angenehm in der Hand halten lassen, es riecht gut und nimmt es nicht übel, wenn es einmal aufgeschlagen die Nacht neben dem Bett verbringen muss.

Auch der Hanser Verlag leistet sich seit Jahren, seine Neuübesetzungen nicht nur edel und sorgfältig auszustatten, sondern versieht sie auch mit umfangreichen Anhängen und Nachworten.

Viele andere Verlage geben lieber Geld für farbige Buchschnitte und geprägte Titel aus – Farb- und Goldschnitte sind durchaus sinnvoll, da sie verhindern, dass Staub ins Buch eindringt –, vergessen dabei aber, dass der Staub zu einer ernsthaften Gefährdung werden kann, wenn die Bindung nicht entsprechend haltbar ist – wie vieles andere also Blendung.

Wie heißt es im Prospekt von Letterpress:

Wir sind keine Bilderstürmer und keine Sozialromantiker. Doch wir wollen das Wissen nicht in Vergessenheit geraten lassen um die vielen Gewerke, die nötig sind, ein Buch herzustellen. Denn ein Buch ist erst ein Buch, wenn es ein Buch geworden ist.

 

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