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Es muss nicht immer Rilke sein: „Wir haben gar nichts kommen sehen“

Nachdem bei der letzten Diskussionsrunde aller einer Meinung waren, ging es diesmal doch wieder etwas diskussionsfreudiger zu. „Wir haben gar nichts kommen sehen“ ist ein Roman aus 7 Blickwinkel, von 7 französischen Schriftellerinnen geschrieben – eine umstrittene politische Partei ist an die Macht gekommen und in jeweils 7 Kurzgeschichten werden die Auswirkungen auf die jeweilige Familie dargestellt. Erzählt werden sie immer aus der Sicht der Kindern, jede Familie hat aus den unterschiedlichsten Gründen Sorge um ihre Zukunft, um ihr Leben. Die Handlung erstrickt sich über 4 Monate, so sieht man im Verlauf der Handlung auch die immer schlimmeren Auswirkungen der neuen politischen Situation. Manche Geschichten haben mehr berührt, manche für mehr Diskussion gesorgt. Manche fanden es schade, dass die Blickwinkel alle aus einer Perspektive sind und nicht aufgezeigt wird, warum manche Familien diese Partei unterstützen.  Grundsätzlich hat das Buch aber beeindruckt und alle würden oder haben es bereits weiterempfohlen – vor allem auch aufgrund der aktuellen politischen Situation. Für Eltern. Lehrer. Und für alle Jugendlichen ab 13 – die ernsteren Lesestoff mögen und irgendwann mal nicht sagen wollen: Wir haben gar nichts kommen sehen.“

Worum geht es? Das Buch setzt am Abend des Tages ein, an dem die Partei der Freiheit die Wahlen gewinnt. Große Begeisterung herrscht in der Stadt, Freudentaumel, Umzüge.
Aber nicht alle freuen sich, im Gegenteil, die ersten packen schon ihre Sachen und verlassen das Land, andere warten noch ab, versuchen sich zu arrangieren, glauben, dass es schon nicht so schlimm sein wird. Sieben Familien werden vorgestellt aus verschiedenen Milieus, mit unterschiedlichen Einstellungen gegenüber dem Regime, das sich langsam als immer autoritärer, totalitärer und menschenverachtend herausstellt. Sieben Jugendliche, die unterschiedlich reagieren, als Identifikationsfiguren: Und wie würde ich reagieren, wenn.
Es geht um Rassismus, Ausländer, behinderte Kinder, Hippies und Aussteiger, Alte und Homosexuelle. Und um Widerstand gegen die Machthaber.“

Es muss nicht immer Rilke sein = Lesezirkel für Erwachsene, die gerne Jugendbücher lesen

Am 17. Dezember 2019 um 19 Uhr
lesen wir:
„Zorngeboren – Empirium-Trilogie (Bd. 1)“ von Claire Legrand

inklusive Weihnachtsfeierflair und Büchertausch

Beitrag zum letzten Treffen: „Wie Monde so silbern“

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