Das Buch zum Wochenende #358
Seit ich denken kann, war Barbara Frischmuth immer schon da. Fixer Bestandteil fast jedes Bücherregals, das ich seit meiner Kindheit kannte und fixe Größe in den Medien zu allerlei Literaturbelangen. Meine erste Leseerfahrung mit Frischmuth hat mit Widerstand zu tun. „Ida- und Ob“ hieß das Buch, das mir in meiner Kindheit von meinen wohlmeinenden Erziehungsberechtigten mit Nachdruck nahegelegt wurde zu lesen. Von Erziehungsberechtigten nahegelegte Lektüre ist natürlich immer kritisch zu hinterfragen, es könnten ja nicht nur die literarischen Raffinessen sondern vor allem pädagogische Hintergedanken mit im Spiel sein… Im Fall von „Ida- und Ob“ war schon das Cover ein Affront. Ein Mädchen und ein Pferd waren da abgebildet. Und als ich herausfand, dass es auch um einen Reiterhof und irgendwie um Pferde gehen sollte, habe ich es sofort gehasst. Niemalsnienienie würde ich ein Buch über einen Reiterhof lesen, egal von wem, und egal wie toll es angeblich geschrieben sein soll. Und so hat es lange gebraucht, bis ich Barbara Frischmuth, der vermeintlichen Pferdemädchengeschichtenautorin meiner Kindheit, wieder literarisch vertrauen konnte und ich mich nach und nach mit ihrem Werk angefreundet habe. Zum Beispiel mit dem aktuellen BZW, meinem persönlichen Lieblingsbuch aus Barbara Frischmuths großem Werk.
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