Buchhändlerinnengeständnis zum 150. Geburtstag: Rilke & ich, wir kennen uns eigentlich gar nicht. Bis auf ein paar Offensichtlichkeiten wie „Der Panther“ oder „Brief an einen jungen Dichter“, den Smalltalk halt, aber ansonsten haben wir nie viel Zeit miteinander verbracht. Zugegeben, an Rilke ist mir auch einiges suspekt. Dass er seinen glamourösen Vornamen René in Rainer (jajaja, ich weiß schon, Lou Andreas-Salomé & so) geändert hat. Dass er Hunde mag & plötzlich Diktatoren gut findet, & überhaupt der ganze Kitsch. Aber dann schaltet man in der Mittagspause in der Wundervollen das Radio ein & Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach erzählt so schlau & eloquent so viel Interessantes über Rilke, dass man sich denkt, man muss da mal was tun gegen das Minimalst-Wissen…. Bloß, wo fängt man an, abgesehen davon, sofort Richters Einladung in Rilkes „offenes Leben“ zu folgen? Im Zweifelsfall selbstverständlich immer mit einer Graphic Novel, die deutsche Illustratorin & Comiczeichnerin Melanie Garanin hat da das vermutlich charmanteste Einstiegswerk vorgelegt – abhängen mit Journalistin Ellen & Rilke in Worpswede, Paris & Wallis – bester Wochenend-Geburtstagstrip ever.
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