Lesen ist wundervoll.
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Das doppelte Lottchen im 21. Jahrhundert!

Ich habe es getan! Ich habe ein Buch gelesen, das nicht auf meiner Liste der eingereichten Bücher für den deutschen Buchpreis stand.
Nach einer anstrengenden Longlist-Sitzung (200 Bücher wurden auf 20 eingedampft) und zwei Wochen Finnland-Urlaub stand ich am Samstagabend müde vor dem Bücherregal der zu lesenden Bücher. Und konnte mich nicht entscheiden. Da griff ich zu einem dünnen, etwas leicht zu lesendes, eines das schnell geht, denn schließlich müssen wir die zwanzig Longlist-Bücher noch auf sechs Shortlist-Titel runterkürzen.
Ein Jugendbuch, dünn, splendid gesetzt, ein E-Mail Roman und seit Gut gegen Nordwind wissen wir, dass man so etwas lesen kann.
Alles beginnt mit einer Mail: „Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem.“ Die 12-jährige Bett schreibt einer ihr unbekannten Avery, dass sie rausgefunden hat, ihre Väter hätte sich ineinander verliebt und planten nun, die beiden Mädchen in ein Feriencamp zu schicken, damit sie sich kennenlernen und anfreunden würden. Was die beiden natürlich heftig ablehnen, Bett und Avery haben überhaupt kein Interesse, an ihrer Familiensituation irgendetwas zu ändern. Außerdem sind sie grundverschieden und haben nichts gemein. Bett lebt an der Westküste, ist ein cooles Surfermädchen, das gerne schwimmt und abenteuerliche Dinge treibt, während Avery aus New York ein ziemlicher Nerd ist. Sie liest Bücher, interessiert sich für Naturwissenschaft, und Wasser (und vieles mehr) macht ihr Angst. Sie schreiben sich eigentlich nur, um Pläne zu schmieden, wie man die verliebten Väter wieder auseinander bringen könnte. Im Ferienlager freunden sie sich an, und die Geschichte nimmt ziemlich Fahrt auf. Während sie aus disziplinären Gründen aus dem Camp fliegen, finden die verliebten Väter auf einer gemeinsamen Reise raus, dass sie doch nicht so gut zueinander passen. Dabei haben sie allerdings die Rechnung ohne ihre Töchter gemacht.
Ein Buch wie ein warmer Vanillepudding, gefühlvoll, warmherzig und unglaublich witzig.
Das doppelte Lottchen ist im 21. Jahrhundert angekommen!

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