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48 Stunden Madrid

Als ich am Mittwoch um kurz nach sechs mit Günter Kaindlstorfer, den ich zufällig und dank Facebook in Madrid getroffen hatte, auf der Plaza de Santa Ana saß, wir nach dem Cappuccino unser erstes Glas Wein bestellten und uns ein bisschen an den Wärmestrahler gekuschelt haben, weil es dann doch ein wenig frisch geworden ist, beim draußen sitzen Ende November, da haben wir uns über das Leben unterhalten. Und natürlich haben wir über Bücher geredet, über unsere eigenen und über fremde, über unsere Kinder, unsere oberösterreichischen Wurzeln, unser Leben und dann hat er gesagt hat: „Wenn da vorne an der Ecke ein Lastwagen über mich drüberfährt, dann will ich mit einem lauten JA abtreten. Und das könnte ich auch. JA! Es war super.“

Und wir waren uns einig, so muss es sein. Abtreten mit dem Gefühl, ein schönes Leben gehabt zu haben, etwas erreicht zu haben, schöne Dinge erlebt, gesehen und gehört zu haben, nicht immer auf alles verzichtet zu haben, Gutes getan zu haben…

Und dann ging ich zu meiner Lesung in eine nette kleine Buchhandlung, mein spanischer Verleger sieht aus wie ein 25jähiger Philosophiestudent, aber er stellte schlaue Fragen, über Schnitzler und Wien, über das Fin de Siècle, über soziale Unterschiede, Judentum und Katholizismus. Die wunderbare Dolmetscherin Mercedes sorgte dafür, dass ich die Fragen verstand und das Publikum die Antworten. Und immer in den Pausen, wenn Mercedes übersetzte, hatte ich Zeit ein wenig nachzudenken und zu staunen: Wie bin ich da nur hingekommen? Nach Madrid. Auf diese kleine Bühne, zwischen Verleger und Dolmetscherin. Am Vormittag hatte ich sieben Interviews über „Inverno enViena“ gegeben, wurde im spanischen Verlag Siruela mit Bussi von allen Mitarbeiterinnen begrüßt und auch da hatte ich das Gefühl des Irrealen

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. In Spanien bin ich also eine Schriftstellerin. Eine echte. Für die JournalistInnen, die  kommen, um mich über mein Leben auszufragen, für den Verlag, der mich mit einer Limousine vom Flughafen abholt, für das Publikum, dass sich in die Signierschlange (na gut, es war eher ein Wurm – aber trotzdem) stellt und schüchtern „Hola“ sagt.

Es fühlt sich ziemlich schräg an, ganz anders als zu Hause, wo ich die Buchhändlerin bin, die nebenbei auch Bücher schreibt. Wo ich hinter der Kasse stehe, das Abholfach einräume, am Wochenende Schaufenster mache (inklusive Putzen) und mir strenge Blicke der MitarbeiterInnen einfange, wenn ich zehn Minuten zu spät aus der Mittagspause komme.

Ich habe zwei Leben und es fühlt sich als perfektes Ganzes an. JA!

1 Kommentare

    Andrea sagt:

    Einfach großartig! Ich gratuliere!

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